Das MAGNETFELD eines Planeten wird durch kreisende Ströme aufgebaut, doch entspricht sein äußeres Erscheinungsbild in der Regel dem Magnetfeld eines riesigen Stabmagneten im Innern des Planeten. Solche Stabmagnetfelder besitzen zwei Pole und werden daher auch Dipolfelder genannt. Die MAGNETISCHE ACHSE, die beide Pole miteinander verbindet, kann gegen die Rotationsachse des Planeten geneigt sein (im Falle der Erde beträgt diese Neigung etwa zwölf Grad) und muß auch nicht durch das Planetenzentrum verlaufen (bei der Erde führt sie um etwa acht Prozent des Erddurchmessers am Erdmittelpunkt vorbei). Die MAGNETOSPHÄRE entsteht aus einer Wechselwirkung zwischen dem planetaren Magnetfeld und einer Strömung elektrisch geladener Teilchen, die ständig von der Sonne ausgeht - dem sogenannten SONNENWIND). Dieser Sonnenwind drückt das Magnetfeld auf der sonnenzugewandten Seite zusammen und zieht es auf der abgewandten Seite zu einem langen magnetischen Schweif auseinander.